Die meisten Programme für Projekte und Agenturen verkaufen Stufen: Basis, Plus, Pro. Je höher die Stufe, desto mehr Funktionen, und bezahlt wird für jede Person im Team derselbe Preis. bestdesq dreht das um. Alle Funktionen sind immer dabei, und der Preis eines Zugangs richtet sich danach, was die Person im Betrieb tut.
Wie es marktüblich läuft
Wer die Preisseiten gängiger Projekt- und Agenturwerkzeuge nebeneinanderlegt (Stand: September 2026), findet fast überall dasselbe Muster:
- Funktionen nach Stufe. Drei oder vier Pläne. Eigene Rollen, erweiterte Berichte oder Ressourcenplanung kommen oft erst in den oberen Stufen. Braucht eine Person eine dieser Funktionen, zahlt meist das ganze Team die höhere Stufe.
- Jeder Platz kostet gleich viel. Die Buchhalterin, die einmal im Monat Rechnungen prüft, kostet so viel wie der Projektleiter, der den ganzen Tag im Programm arbeitet.
- Mindestplätze und Pakete. Manche Anbieter verkaufen erst ab drei oder fünf Plätzen oder nur in Paketen. Wer vier Plätze braucht, zahlt fünf.
- Jahresbindung. Beworben wird der Preis bei jährlicher Zahlung. Monatlich zahlst du oft 5 bis 40 % mehr.
- Weniger Plätze erst zur Verlängerung. Scheidet jemand aus, läuft sein Platz bis zum Ende der bezahlten Laufzeit weiter.
Das ist nicht unfair, es ist ein Geschäftsmodell. Es passt nur schlecht zu kleinen Betrieben, deren Team sich jedes Quartal ändert und in denen nicht jede Person dieselbe Arbeit macht.
Jede Funktion in jedem Plan
bestdesq hat zwei Pläne, und sie unterscheiden sich nicht im Funktionsumfang. Solo ist ein Zugang für 9 € im Monat, mit Projekten, Zeiterfassung, E-Rechnung, DATEV-Export, Vertrieb, Wissensbasis, Kundenportal und MCP-Server. Team beginnt mit dem zweiten Zugang, auch wenn der nichts kostet. Es kommen die Auswertungen dazu, die nur mit mehreren Personen Sinn ergeben, etwa die Arbeitszeiterfassung für Beschäftigte.
Einen Upgrade-Knopf für eine einzelne Funktion gibt es nicht. Was du in der Testphase gesehen hast, ist das, was du bezahlst.
Die Rolle bestimmt den Preis
In bestdesq bekommt jeder Zugang Rollen. Eine Grundrolle beschreibt den Arbeitsplatz: Wer gestaltet, programmiert oder textet, arbeitet in Projekten und Aufgaben. Wer verkauft, die Finanzen führt oder den Betrieb leitet, braucht die Zahlen. Diese Grundrolle setzt den Preis. Add-ons schneiden eine Aufgabe zusätzlich heraus und kosten nichts. Werkzeuge öffnen einen einzelnen Bereich und kosten ebenfalls nichts.
| Zugang | Rolle | Preis im Monat |
|---|---|---|
| Dein eigener Zugang | Owner | 9 € |
| Projektarbeit | Grundrolle Kreativ | 9 € |
| Leitung, Vertrieb, Finanzen | Grundrolle Management, Vertrieb oder Finanzen | 19 € |
| Zusatzaufgabe zu einer Grundrolle | Add-on Projektmanagement, IT-Admin oder Personal | 0 € |
| Einzelner Bereich | Werkzeug Wissensbasis oder Persönliche Aufgaben | 0 € |
| Nur Arbeitszeit, Urlaub, Profil | keine Grundrolle | 0 € |
| Kunde im Kundenportal | eigener Portal-Zugang | 0 € |
Dein eigener Zugang kostet immer 9 €, auch wenn du als Owner alles darfst. Hat eine Person mehrere Grundrollen, zählt die teurere. Eine Entwicklerin, die zusätzlich Projekte leitet, bleibt bei 9 €, weil Projektmanagement ein Add-on ist.
Ein Rechenbeispiel
Eine Agentur mit fünf Personen im Team, zwei Beschäftigten in der Produktion, einer Werkstudentin und vier Kunden im Portal:
| Wer | Rollen | Preis |
|---|---|---|
| Geschäftsführerin | Owner | 9 € |
| zwei Designer | Kreativ | 18 € |
| Entwicklerin | Kreativ + Projektmanagement | 9 € |
| Buchhalter | Finanzen | 19 € |
| zwei Beschäftigte in der Produktion | keine Grundrolle, nur Arbeitszeit | 0 € |
| Werkstudentin | Werkzeug Wissensbasis | 0 € |
| vier Kontaktpersonen beim Kunden | Kundenportal | 0 € |
| Summe | 55 € |
Acht Zugänge im Betrieb, vier im Portal, 55 € im Monat. Warum die Arbeitszeiterfassung nichts kostet, steht im Beitrag „Arbeitszeit erfassen für das ganze Team – für 9 € im Monat“.
Monatlich, anteilig, ohne Mindestmenge
- Keine Mindestplätze, keine Pakete. Du zahlst für die Zugänge, die du hast.
- Monatlich kündbar. Es gibt keinen Jahresplan. Die 9 € sind der Monatspreis, nicht der Preis bei zwölf Monaten Vorkasse. Der Zugang läuft bis zum Ende des bezahlten Monats.
- Anteilig abgerechnet. Kommt am 15. jemand dazu oder ändert sich eine Rolle, zahlst du für den Rest des Monats anteilig. Das gilt in beide Richtungen.
- 30 Tage testen, ohne Kreditkarte. Mit allen Funktionen und mit Demo-Daten zum Ausprobieren, die du wieder löschen kannst. Danach wählst du einen Plan, sonst bleibt der Account gesperrt.
Kosten sehen, bevor sie entstehen
Die Rollen vergibst du unter Einstellungen › Zugänge › Rechte und Kosten. Dort steht neben jedem Zugang, was er kostet, und darunter die Summe. Sie rechnet sich neu, während du Rollen an- und abhakst. Ändert ein Häkchen den Preis, fragt bestdesq nach, bevor es gilt.
Die Kosten sehen nur Owner und Management. Wer Zugänge verwaltet, aber nicht über Geld entscheidet, bekommt sie nicht zu sehen.
Wer was sieht
Die Rolle bestimmt auch, was eine Person in bestdesq zu sehen bekommt. Dabei trennt bestdesq zwei Fragen, die in vielen Programmen eine sind: wo jemand arbeitet und welche Daten jemand anfassen darf.
Ein Beispiel: Wer im Vertrieb arbeitet, sieht auf der Projektübersicht, was aus einem verhandelten Budget geworden ist – Rechnungsstand, Kosten, offener Betrag, Marge. Das Finanzmenü mit den einzelnen Rechnungen bleibt zu. Im Vertrieb soll man wissen, ob sich ein Kunde lohnt, ohne die Buchhaltung zu führen.
Ein paar Grenzen, die bestdesq bewusst zieht:
- Gehälter sieht neben Owner und Management nur, wer Personal oder Finanzen verantwortet.
- IT-Admin verwaltet Zugänge, aber sieht keine einzige Person im Personalstamm.
- Kreativ sieht keine Kundendaten, solange du das nicht einzeln freischaltest.
- Das eigene Profil, der eigene Urlaub und die eigene Arbeitszeit hängen an keiner Rolle. Die hat jeder, und sie lassen sich nicht abschalten.
Ein Recht gilt überall, nicht nur auf dem Bildschirm. Was ein Zugang nicht darf, bietet ihm bestdesq gar nicht erst an. Es geht auch nicht über einen Umweg: nicht über eine direkt eingetippte Adresse, nicht über die Programmierschnittstelle (API) und nicht über einen KI-Agenten, der mit dem Zugang dieser Person arbeitet. Das sollte selbstverständlich sein. In bestdesq ist es das.
Feste Rollen statt Baukasten
Eigene Rollen baust du in bestdesq nicht. Es gibt neun feste Rollen zum Vergeben und je Rolle einige Ausnahmen, die du zu- oder abschalten kannst, etwa „Kunden & Kontakte“ für Kreativ. Der Grund: Jede dieser Rollen ist durchgeprüft, bis hinunter zu einzelnen Werten wie Gehalt oder Marge. Bei einem Baukasten wäre jede selbst gebaute Rolle ungeprüft.
Wie es weitergeht
Welche Arbeit in welchen Branchen hinter diesen Rollen steht, zeigt der Beitrag bestdesq in sechs Arbeitsalltagen. Und warum Kunden im Portal nichts kosten und trotzdem nicht ins interne Board greifen, steht im Beitrag Das Kundenportal.




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